Ausbildung an einer privaten Flugschule

Pilot zu werden ist für viele junge Männer und Frauen ein großer Traum. Die Wege dorthin können sehr vielfältig sein. Wer keinen der beliebten Ausbildungsplätze bei einer Fluglinie bekommen hat, kann die Ausbildung zum Verkehrsflugzeugführer auch auf privatem Wege durchlaufen. Ausgebildet wird dabei an einer privaten Flugschule (Flugschulen).

Wer sich privat ausbilden lässt, hat keine Jobgarantie und es kann unter Umständen etwas dauern bis man eine Arbeitsstelle findet. Generell stehen die Jobchancen für junge Piloten derzeit jedoch sehr gut, da der Flugverkehr ständig zunimmt und weltweit immer gute Piloten gesucht werden.

Die Ausbildung auf eigene Faust kann auch berufsbegleitend stattfindenDie modulare Ausbildung

Für die private Ausbildung an Flugschulen gibt es im Grunde genommen zwei Möglichkeiten: Man kann die ganze Ausbildung an einem Stück absolvieren (Ab inito Ausbildung), ähnlich dem Ausbildungsmodell, welches Fluglinien anbieten. Für Berufstätige kann die Form der modularen Ausbildung wesentlich praktikabler sein, denn diese lässt sich an die individuellen zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten anpassen.

Bei der modularen Ausbildung werden nicht alle Pilotenlizenzen in kurzer Zeit erworben, sondern jeder Flugschein wird einzeln absolviert. Die gesamte Dauer der modularen Ausbildung ist demnach länger als bei der durchgehenden Ausbildung, bringt jedoch nicht zu unterschätzende Vorteile mit sich. So ist sie eigentlich die einzige Ausbildung, welche neben der normalen Berufstätigkeit durchgeführt werden kann. Viele Flugschulen bieten zum Beispiel den Theorieunterricht abends, an Wochenenden oder als Fernlehrgang an. Die modulare Ausbildung bietet ein Maximum an Flexibilität. So kann zum Beispiel ein Teil der praktischen Ausbildung in den USA absolviert werden, wo die Kosten zum Teil erheblich niedriger sind, als in Deutschland. Dadurch können die Gesamtkosten der Ausbildung deutlich gesenkt werden.

Zu den bekanntesten Schulen in Deutschland zählen z.B. die RWL in Mönchengladbach, die TFC Käufer in Essen und die InterCockpit in Frankfurt.

Finanzierung

Die Kosten für die Ausbildung müssen gänzlich von den Schülern übernommen werden. Dabei sollte man mindestens 60.000 € veranschlagen. Je nach Kenntnisstand, Flugvorerfahrung und eigenem Lerntempo kann es jedoch auch teurer sein. Wer nicht über das notwendige Bargeld verfügt, wird sich Gedanken über die Finanzierung machen müssen. Möchte man die Ausbildung möglichst an einem Stück durchführen, kann sich ein Darlehen der Hausbank rechnen. Da die Ausbildung aber Schritt für Schritt über die einzelnen Flugscheine absolviert wird, müssen auch nur jeweils diese Ausbildungsetappen finanziert werden. So hat man die Möglichkeit den nächsten Flugschein erst dann zu machen, wenn wieder Geld angespart wurde.

Da es sich ja um eine normale Berufsausbildung handelt, können unter bestimmten Umständen die Kosten für die Ausbildung von der Steuer abgesetzt werden.

Berufsaussichten

In qualitativer Hinsicht gibt es kaum Unterschiede zwischen einer Ausbildung bei einer Fluglinie oder einer privaten Flugschule. Viele Fluglinien bilden ja auch in enger Kooperation mit privaten Flugschulen aus. Während man jedoch bei der Ausbildung bei einer Fluglinie eine nahezu 100%ige Übernahmegarantie hat, wird man sich nach privater Ausbildung auf dem freien Markt bewerben müssen. Die Aussichten weltweit einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, sind zurzeit jedoch sehr hoch.